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Der Erfolg des Asset Managements in der Schweiz hängt nicht zuletzt auch von der Angemessenheit der Regulierung ab, welche die Interessen der Anleger schützt und gleichzeitig den Wettbewerb und damit die Innovation im Asset Management fördert. Die Regulierung sollte dabei folgende Ziele verfolgen:

  • Sie soll einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Asset Managements in der Schweiz leisten.
  • Eventuelle Beeinträchtigungen der Innovationsfähigkeit oder unnötige Markteintrittshürden, welche durch Regulierung entstehen können, sollen verhindert werden.

Regulierung: Verhältnismässig und prinzipienbasiert
Im Nachgang zur Finanzkrise 2008 haben sich die Staats- und Regierungschefs der G20 zur Reform des Weltfinanzsystems geeinigt und eine Erklärung verabschiedet, die eine strengere Kontrolle des Finanzsystems vorsieht. Daraufhin kam es international zu einer Regulierungswelle. Verschiedene dieser neuen Finanzmarktregulierungen sind sinnvoll, vor allem mit Blick auf die Stärkung des Anlegerschutzes. Andere Bestrebungen hingegen sind weniger zielführend. Die Träger der Asset Management Plattform setzen sich für eine verhältnismässige und prinzipienbasierte Regulierung ein, mit welcher die Innovations- und Konkurrenzfähigkeit der Asset Manager in der Schweiz nicht unnötig eingeschränkt wird.

Kompatibilität mit internationalen Standards
Gerade die Schweiz ist als kleine, offene Volkswirtschaft darauf angewiesen, dass hiesige Asset Manager ihre Dienstleistungen auch im Ausland anbieten können. Dabei spielen Mindeststandards eine zunehmend wichtigere Rolle: Um bei der Vergabe von Vermögensverwaltungsaufträgen im Ausland berücksichtigt zu werden, ist die Einhaltung von international anerkannten Spielregeln unabdingbar. Die gesetzliche Implementierung von Mindeststandards gilt in vielen Ländern als Grundvoraussetzung für ausländische Anbieter von Asset Management Dienstleistungen, um Kunden vor Ort bedienen zu können. Das in der EU verbreitete Äquivalenzprinzip ist eine wichtige Ausprägung dieser Idee. Asset Manager in der Schweiz werden daher das globale Potenzial nur nutzen können, wenn die auf sie anwendbare Regulierung international kompatibel ist. Das Schweizer Finanzmarktrecht muss dafür im Einklang mit internationalen Standards sein.

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